Gregor Sieböck – „Global Change“

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Das einfache Leben und das Einfache leben

Er besitzt keine Wohnung, kein Handy, hat nie den Führerschein gemacht und vor zwei Jahren zu Fuß Tokio erreicht – der 32-jährige Bad Ischler Gregor Sieböck wandert der Natur zuliebe um die Welt. Gemeinsam mit dem Waxenberger Soziologen Reinhold Richtsfeld (31) wandert er Richtung Westen, bis zum Atlantik, dann geht’s per Segelschiff ökologisch verträglich nach Lateinamerika und von dort weiter.

Mit den zwei Paar Kleidungsstücken, die er für alle Wettereventualitäten kombinieren kann, dem Schlafsack, der Isomatte, dem Campingkocher und ein paar Hygieneartikel hat er mehr als genug. Es stört ihn nicht, jede Nacht unter freiem Himmel zu verbringen, in der Wildnis nach essbaren Pflanzen und Kräutern zu suchen, sich im kalten Wasser der Flüsse und Bäche zu waschen oder von Bauern Essen geschenkt und einen Schlafplatz angeboten zu bekommen.

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Ökologie ist das zentrale Thema der Weltenwanderer. Sie gehen, „um herauszufinden, wie wir nachhaltig, respekt- und verantwortungsvoll leben können“, sagt Sieböck. „Unterwegs lernte ich viele spannende Lebensstile als Alternative zum vorherrschenden Gesellschaftssystem kennen, und die Worte Mahatma Gandhis: ,Sei die Veränderung, die du in der Welt sehen möchtest’ wurden zu meinem Lebensmotto.“

Die zweite Reise steht unter dem Thema Crossroads – Wegkreuzungen. „Als Menschheit aber auch als Einzelne stehen wir an einer Wegkreuzung. Es ist an der Zeit, eine verantwortungsvolle Entscheidung über unsere Zukunft zu treffen“, sagt Sieböck. „Unser konsumorientierter Lebensstil stößt an seine Grenzen: Natürliche Ressourcen verschwinden in Windeseile, die Verschmutzung unserer Erde nimmt überhand und gleichzeitig scheint sich in unserer Gesellschaft eine gewisse Verlorenheit breitzumachen, da der Konsum die Leere in unserem Leben nicht füllen kann.“

Auch hier wird nach neuen bzw. alten Werten gesucht. Persönlicher Einsatz und Glaube (an sich selbst), Bereitschaft auf etwas zu verzichten und mit dem Lohn der „Erleuchtung“.

Man muss es ja nicht immer gleich so weit treiben. Gregor Sieböck gibt auf jeden Fall Anlass, mein eigenes Handeln zu überdenken. Konsum, Verzicht, Benötigtes oder Unbrauchbares. Vielleicht verlieren wir auch durch unser jetziges Handeln mehr als wir gewinnen. Persönlicher Kontakt vs. Internet. Ökologie vs. Kapital. Religion vs. Ökonomie…. ???


http://www.globalchange.at/

http://www.mein-fussabdruck.at/

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