Tino Sehgal

Gestern hat Tino Sehgal an der Kunstuniversität Linz einen Workshop und einen anschließenden Vortrag gehalten. Sehgal ist dafür bekannt, daß er immaterielle Werke erschafft. In seinen Ausstellungen scheint es leer zu sein. Die Arbeiten bestehen zumeist darin, daß er Akteuren genaue Anweisungen gibt um mit dem Publikum in Kontakt zu treten. Einem Regisseur gleich bleibt er im Hintergrund. Die Werke entstehen zwischen den Akteuren und dem Publikum. So schein es nur konsequent, dass es von Tino Sehgals Arbeiten keine Bilder oder Dokumentationen gibt. Beschreibungen seiner Werke sind vereinzelt zu finden, jedoch lebt sein Konzept auch von dem mystischen, daß seine Arbeiten durch das Unwidergegebene umhüllt.

In seinem Workshop haben wir uns mit den Situationisten befasst. Die in den 50’ern gegründete „Künstlergruppe“ hat es sich zum Ziel gesetzt „Nichts“ zu erschaffen. Keine Werke, Dokumentationen und auch nicht den Willen diese Geisteshaltung zu vermarkten. Als abschließende Übung durften wir in Anlehnung an eine neue Arbeit Tino Sehgals in der Gruppe unsere eigene Arbeit kritisieren und Schwachpunkte aufzeigen. Eine gute Übung um sich selbst über mögliche Mängel seiner Arbeit ins Klare zu kommen, Kritik nicht allzu persönlich zu nehmen und reflexiv zu arbeiten.

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