FLATZ

New FLATZ museum in Dornbirn (Austria)

Das Museums-Logo ist programmatisch für die Arbeitsweise des Künstlers: In Comic-Manier ist ein Flatz-Männchen gezeichnet, das durch ein Fernrohr in die Gegend späht. Der Künstler ist ein genauer Beobachter seiner Mitmenschen: In seinem Werk weist er auf die zerstörerischen Triebe der Gesellschaft hin, indem er sie darstellt. Gewalt ist sein Grundthema, mit dem er sich in immer neuen Varianten auseinandersetzt.

Wolfgang Flatz (* 4. September 1952 in Dornbirn, Vorarlberg) ist ein österreichischer Aktionskünstler, Bühnenbildner, Musiker und Komponist.

Was sich anhört wie ein rohes Ei, das an einer Wand zerspringt, ist in Wirklichkeit ein Österreicher (Jahrgang 1952) mit einem bewegenden künstlerischen Background.

Die Aktionen des österreichischen Künstlers Wolfgang Flatz sind auf Tabubruch und provokative Wirkung angelegt. Oft benutzt er dabei seinen Körper als Medium.
Nachdem Flatz zum Beginn seiner Karriere in Österreich für seine Aktionen verhaftet und in die Psychiatrie eingeliefert wurde, erhält er nun in seiner Heimatstadt Dornbirn ein eigenes Museum.

Bekanntestes Flatz-Zitat ist wohl der Slogan „Fressen, Ficken, Fernsehen“, den er für eine Postkarte im schwarz, rot, goldenen Outfit gestaltete. Projekte aus dem Hause Flatz waren und sind extrem und sicher keine Sache für den Mainstream. So ließ er sich schon mal als Glockenschwengel an einem Seil aufhängen, um bis zum Kollaps kopfüber zwischen aufgespannten Metallplatten hin- und her zu knallen. Seine Aktion zur Dokumenta 1977 bestand darin, Flugblätter zu verteilen, auf denen er ankündigte, dass Flatz an der Dokumenta nicht teilnehmen wird, später posierte er als nackte Dartscheibe für diejenigen, die es fertig brachten, Pfeile auf ihn zu werfen.

FLATZ-HOMEPAGE

Artikel im Standard über die Performance „Fleisch“ (2001)

Bodycheck – Physical Sculpture Nr. 5, 1991/92

http://www.culture-blog.de/museum-wolfgang-flatz/

Flatz-Produkte auf Amazon

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/KULTUR/1550619.html

Seine kritische Haltung wird jedoch nicht immer verstanden. Daher rührt auch das schwierige Verhältnis zu Österreich. 1975 wurde Flatz bei einer seiner Performances in die Psychiatrie eingewiesen, kurz vorher war er festgenommen worden. Aus seiner „kulturellen Emigration nach München“ wird er auch jetzt nicht zurückkehren. Er fühle sich wohl als „hässliche Warze“ auf dem Gesicht der reichen Stadt. Mit dem Entgegenkommen seiner Geburtsstadt zeigt sich der Künstler jedoch zufrieden: „Ein eigenes Museum mit 56 Jahren – das ist doch nicht schlecht, oder?“

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