LAUTBILDUNG

Die Entwicklung der Lautstrukturen gehört zu den Bereichen in der kindlichen Sprache, in denen man Veränderungen in kurzen Zeitabschnitten am deutlichsten beobachten (hören) kann. Als den eigentlichen Beginn wortbezogener Lautbildung kann man die Zeit um das vollendete erste Lebensjahr ansehen. Es ist die Zeit, in der das Kind erste und grundlegende Erfahrungen über seine Objektwelt gesammelt hat, u.a. in der Form, dass sich hörbare und eigene Lautproduktionen auf etwas beziehen: auf einen Gegenstand, den man haben will, auf eine Person, die erscheint, auf einen Vorgang, der die Aufmerksamkeit gerade fesselt oder auf einen eigenen Zustand. Das Besondere dieser Zeit des Einstiegs in die sprachliche Abbildung der Welt in Form artikulierter Lautverbindungen ist, dass eine Minimalkombination aus Lauten (z.B. „da“) oder manchmal nur ein einziger Laut (z.B. ein kurzes „a“) vom Kind verwendet wird, um auf alles in Form eines Verweisens Bezug zu nehmen. (->http://www.einwortsatz.de/lautbil1.htm)

Der frühe Spracherwerb ->http://www.einwortsatz.de/start1.htm

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Mit Artikulation (lat. articulare = deutlich aussprechen) bezeichnet man im linguistischen Sinne die Bildung der Phoneme und Wörter menschlicher Sprachen, also den motorischen Vorgang des Sprechens bei den Lautsprachen und des Gebärdens mit Händen bei den Gebärdensprachen.

Grundvoraussetzung für die lautsprachliche Lautbildung ist die Atmung, die über die Lunge die zum Sprechen benötigte Atemluft liefert. Man spricht in diesem Sinne auch vom Phonationsstrom. Bei diesem handelt es sich in erster Linie um exspiratorischen Phonationsstrom, d. h. nur die ausgeatmete Luft dient normalerweise der Lautbildung. Nicht alle Laute, die mit dem Mund erzeugt werden können, werden in einer gegebenen Lautsprache benutzt, also linguistisch relevant.

Grundvoraussetzung für die manuelle Bildung der Gebärden ist die Fähigkeit der Arme, Bewegungen auszuführen und Körperteile zu berühren, und der Hände, mit den Fingern Handkonfigurationen zu bilden. Man spricht in der Linguistik der Gebärdensprache von den vier Parametern in der Formation von Gebärden: Handkonfiguration, Handstellung, Bewegung und Bewegungsort. Nur eine Untermenge der möglichen Bewegungen der Arme und Handformen ist linguistisch relevant in einer gegebenen Gebärdensprache. Auch wird nur eine beschränkte Anzahl der Körperteile von der gebärdenden Hand bzw. Händen berührt.

Der Rest des Artikels betrifft nur die lautsprachliche Seite der Artikulation. (->http://de.wikipedia.org/wiki/Artikulation_(Linguistik))

Artikulationsort

Der Artikulationsort (die Artikulationsstelle) bezeichnet in der Phonetik jene relativ unbeweglichen Stellen im Mundraum, die für die verhältnismäßig beweglichen Artikulationsorgane (Zunge, Unterlippe, Glottis) das Bewegungsziel bei der Artikulation von Sprachlauten darstellen. Der Artikulationsort wird auch passiver, das Artikulationsorgan aktiver Artikulator genannt.

Phonetik und Phonologie

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