CHRIS BURDEN

Chris Burden (* 1946 in Boston) ist ein US-amerikanischer Künstler, der in den frühen 70er Jahren stark zur Begründung der Body-Art beitrug.

Samson, 1985

Burdens Werk umfasst verschiedene Kunstgattungen, und bezieht oft extreme oder offen schockierende Ideen und Vorgänge ein. Seine frühen Arbeiten führten dabei bis hin zu Verletzungen des Künstlers selbst, wie in der Arbeit Shoot (1971), in der sich Burden durch einen Freund in einer Galerie mit einem Gewehr in den Arm schießen ließ.1975 legte Burden sich für die Arbeit Doomed (1975) im MCA unter eine Glasplatte, wobei er auf einer – den Veranstaltern nicht bekannten – Notiz im Vorfeld festgelegt hatte, so lange in dieser Position zu verharren, bis er durch das Museumspersonal darin unterbrochen werden würde – was erst nach über 45 Stunden geschah. In einem später geführten Interview äußerte Burden Verwunderung darüber, dass das Personal trotz seiner zunehmenden körperlichen Bedrängnis nichts unternommen hatte.

Burden wandte sich darauf zunehmend von der Performance- und Body-Art ab; in späteren Arbeiten ist die provokative Haltung vielmehr ins Ironische übertragen. In der auf der documenta 6 gezeigten Videoarbeit Promo (1976) wird Chris Burdens Name in einer Reihe mit berühmten Künstlern von Leonardo da Vinci bis Pablo Picasso genannt; nach zweifacher Wiederholung erscheint schließlich die Angabe „paid by Chris Burden – artist“. In Arbeiten wie Flying Steamroller (1996) – einer karussellartig gehängten, rotierenden, zwölf Tonnen schweren Dampfwalze – oder Ghost Ship (2005) – einer sich mittels GPS selbst navigierenden Yacht – verlagert Burden das riskante Experiment der frühen Arbeiten in die Technik.

Chris Burden (American, b. 1946). Bateau de Guerre, 2001. Metal gasoline cans, plastic toys, metal lamps, plastic crates, straw hat, metal framework and two electric Erector motors. 71 x 174 x 41 in. (180.3 x 442 x 104 cm). The Broad Art Foundation, Santa Monica / © Chris Burden
Chris Burden (American, b. 1946). Bateau de Guerre, 2001. Metal gasoline cans, plastic toys, metal lamps, plastic crates, straw hat, metal framework and two electric Erector motors. 71 x 174 x 41 in. (180.3 x 442 x 104 cm). The Broad Art Foundation, Santa Monica / © Chris Burden

Im Mai 2009 realisierte Burden im Middelheim-Skulpturenpark von Antwerpen seine dritte Beam Drop-Installation: Aus 50 Metern Höhe ließ ein Kran etwa 100 Stahlträger in ein 12 mal 12 Meter großes Becken mit Flüssigbeton fallen, „sodass die Stahlträger wie überdimensionale Mikado-Stäbe im Boden stecken blieben und mit Hilfe von Zufall und Schwerkraft“ eine abstrakte Skulptur entstand. (-> Wikipedia)

„KÜNSTLER GEHEN NICHT IN RENTE“ – Interview mit Chris Burden im Magazin art

Performance – Chris Burden and the limits of art

Gagosian Gallery – Chris Burden

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