BJÖRK – MEDULLA

Björk - Medulla
Björk - Medulla

Björk Guðmundsdóttir Loudspeaker.svg [ˈpjœr̥k ˈkvʏðmʏntsˌtoʊhtɪr] (* 21. November 1965 in Reykjavík, Island) ist eine isländische Sängerin, Komponistin, Songwriterin und Schauspielerin mit einem sehr breiten Interesse an verschiedenen Arten von Musik, unter anderem Popmusik, Elektronische Musik, Trip Hop, Alternative Rock, Jazz, Folk-Musik und Klassischer Musik. (-> Wikipedia)

http://bjork.com/

http://www.myspace.com/bjork

http://www.bjork-online.de/

http://unit.bjork.com/specials/albums/medulla/

Befand man sich beim bisherigen Output der Isländerin trotz aller Experimentierfreude und Veränderung immer noch auf sicherem Terrain, zog dieses Album spätestens jetzt dem auf Plüschkurs gertrimmten Björk-Hörer den Boden unter den Füßen weg. Die Musik auf das Skelett reduziert, keine Instrumente, nur Vocals. Bis auf kleinste Ausnahmen, alles Acapella! Dabei wurden namenhafte Künstler eingeladen, die mit ihrer Stimme alles Mögliche an Klangfarbe und Tönen herausholten. Wie zum Beispiel Rahzel von The Roots, der als begnadeter Beatboxer die Drums und Percussions nachahmt. Aber auch vorzeige Workoholic Mike Patton, der bei gefühlten hundert Projekten gleichzeitig am Start zu sein scheint, hat hier wieder seine Finger im Spiel und fügt sich diesmal erstaunlicher Weise unauffällig aber gekonnt ins Gesamtkonzept ein. Besonders hervorzuheben ist der Song „Ancestors“ mit Tanya Tagaq, einer Inuit und Sängerin, die das traditionelle Throat- Singing der Inuit praktiziert. Dieses gurgelnde und röchelnde, das ans Hyperventilieren erinnert, gibt diesem Song im Verlauf etwas so Entrücktes und Manisches, das es mit seiner Intensität den Hörer fast emotional zerreißt. Fremdartig, bisweilen unerträglich, dennoch trifft es wie ein Messer in die Brust und überlässt einen völlig aufgewühlt den letzten zehn Minuten. Das folgende „Mouths Cradle“ besticht gerade zum Schluss hin mit seiner Dramaturgie und macht noch einmal mehr deutlich, was Björk mit diesem Album überhaupt geschaffen hat: Ein zutiefst organisches Album, das nicht im geringsten Gefahr läuft an seinem Anspruch, an seinem Konzept zu scheitern. „Medulla“ ist Björk auf ihrem Höhepunkt. Grenzenüberschreitend, eindringlich und zutiefst emotional. Das dabei ein paar Pop Perlen nebenbei abfallen, ist schon fast eine Heldentat. Groß!

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