TRIENNALE 1.0

triennale-logoTriennale Linz 1.0
3. Juni bis 26. September 2010
Kunstmuseum Lentos, OK offenes Kulturhaus OÖ und die Landesgalerie Linz
http://www.triennalelinz.at

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http://blog.esel.at/esel-mehl-triennale-1-0-in-linz

LENTOS:

Im Kellergeschoß des Lentos wurde ich bei meinem Rundgang gleich „Out of order“-Schild begrüßt. Die halbe Ausstellung im Kellergeschoß war ausser Betrieb. Die restlichen zwei Videoprojektionen (in einem eigenwilligen Präsentationsformat) glänzten durch eine mitlaufende Zeitanzeige und einer Windows Bedienzeile.

Im Obergeschoss wurde ich überrascht:
1. Die Triennale fand nur in der Haupthalle und im Annex statt.
2. Die Präsentation war dadurch extrem dicht und gab den einzelnen Arbeiten nicht den Raum, den sie benötigen

Ausstellungsansicht Lentos
Ausstellungsansicht Lentos
Ausstellungsansicht Lentos
Ausstellungsansicht Lentos
Ausstellungsansicht Lentos
Ausstellungsansicht Lentos
Ausstellungsansicht Lentos
Ausstellungsansicht Lentos

LANDESGALERIE LINZ:

Die Landesgalerie Linz bleibt ihrem Schwerpunkt treu und setzt voll auf Fotografie. Jedoch wird man von so vielen Arbeiten fast erschlagen. Es reiht sich Foto an Foto. Um die Übersicht zu behalten werden mit grauen Wandfarben werden die einzelnen Werkserien zusammengefasst. Auch hier wäre weniger wohl mehr gewesen.

OK – OFFENES KULTURHAUS LINZ:

Das OK zeigt meines Erachtens die spannendste Auswahl. z.B. Hängematten am Parkdeck von Michael Kienzer, sehr schöne Videos von Paul Horn und Harald Hund, eine interessante Installation mit Vergrößerungsgläsern von Ralo Mayer oder einen lustigen portable EXPO-Pavillion von Claudia Czimek … Die Schau zeichnet sich durch ihre Übersichtlichkeit aus. Jeder Arbeit wird ein eigener Raum zugewiesen und bekommt so seinen Platz zur Entfaltung.

Ausstellungsansicht OK
Ausstellungsansicht OK
Ausstellungsansicht OK
Ausstellungsansicht OK
Ausstellungsansicht OK
Ausstellungsansicht OK
Ausstellungsansicht OK
Ausstellungsansicht OK

FAZIT:

Der/Die zeitgenössische Künstler/in ist zahm. Streichelweich und pflegeleicht. Experimente finden höchst wahrscheinlich – wenn überhaupt nur mehr hinter verschlossenen Türen statt. Vermutlich findet man ihn/sie jedoch unter einen Berg von Büchern und Manuskripten hinter einem PC sitzend. Recherchierend, auf der Suche nach einer Geschichte. Mit etwas Glück reicht er dir dann ein mehrseitiges Konzept – und, ach ja, auch eine passende Arbeit dazu.

Der/Die zeitgenössische Künstler/in ist ein scheues Wesen. Er/Sie versteckt sich hinter einem vermeintlich globalem Wissen und rezitiert. Copy and Paste ist ein wunderbares Vergnügen. Politisch korrekte Ansichten sind hier zu finden. Sie tun keinem Weh – rütteln ihn/sie jedoch durch die endlosen Wiederholungen auch nicht mehr auf.

Der/Die zeitgenössische Künstler/in muss Stellung beziehen! Kein Verstecken! Keine Ausweichmöglichkeiten! Klartext! Die Zeiten, in denen man sich auf die Kunstvermittlung verlässt sollte vorbei sein. Jede/r Künstler/in ist für sein/ihr Werk selbst verantwortlich – mit dem dazugehörigen Statement.

Leider war davon auf der Triennale 1.0 wenig zu finden. Etwas mehr Mut täte der Gegenwartskunst gut.

PS:

Wenn man sich ein Kombiticket (Alle drei Ausstellungen und den Ausstellungskatalog) um löbliche €23 genehmigt könnte ihr Katalog nach dem ca. 3-4 stündigem Rundgang so aussehen:

Den Rest der Farbe finden Sie auf Ihrer Hand 😉

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